Hauptvortrag um 10:00 Uhr

Leben mit Kindern – die alltäglichen Entwicklungsfragen

Dr. Herbert Renz-Polster Cranach-Saal noch 297 Plätze frei

Gesund essen, gut schlafen, groß und stark werden - das klingt nach einem einfachen Programm. Und doch verhalten sich Kinder oft nicht so, wie es ihre Eltern von ihnen erwarten und sich wünschen. Babys weinen scheinbar grundlos und wollen nicht alleine schlafen. Kleine Kinder essen kein Gemüse und bekommen aus heiterem Himmel Wutanfälle. Schulkinder wollen lieber spielen als ihre Hausaufgaben zu machen. Und dann kommen sie auch noch in die Pubertät! Aus dem Blickwinkel der Evolution und Verhaltensforschung ergeben sich unerwartete Antworten: Vieles von dem, was Eltern „problematisch“ und „schwierig“ erscheint, hat Kindern in der Vergangenheit geholfen, sich im Leben zu behaupten. Dieses Wissen kann Eltern helfen, Kindern in ihrer Entwicklung besser zu begleiten.
Fazit des Vortrags: Wenn wir den Sinn hinter kindlichem Verhalten verstehen, fällt auch die Erziehung heute leichter.

Vorträge um 11:45 Uhr

So viel Freude, so viel Wut! Mit starken Gefühlen umgehen lernen

Nora Imlau Cranach-Saal noch 118 Plätze frei

Viele Kinder werden von ihren heftigen Emotionen geradezu überwältigt. Sie toben und schreien, weinen und wüten und bringen Eltern damit oft ganz schön in Stress: Trösten oder ignorieren? Nachgeben oder hart bleiben? Die bekannte Fachautorin Nora Imlau, selbst Mutter von drei Kindern, plädiert für einen dritten Weg: Verstehen, was hinter den wilden Gefühlsausbrüchen steckt und Kindern dann beibringen, wie sie ihre Emotionen in gesunde Bahnen lenken können, ohne sie zu unterdrücken und ohne sich zu verbiegen. Selbstregulation statt Selbstkontrolle ist für sie der Schlüssel zu einem harmonischeren Familienleben - eine Entwicklungsaufgabe nicht nur für Kinder, sondern auch für Eltern.

Spielen macht schlau! Wie Kinder sich emotional und geistig beim selbstbestimmten Tun entwickeln

Prof. Dr. André Frank Zimpel Tagungscenter noch 100 Plätze frei

Es gibt es keine bessere Vorbereitung auf das spätere Leben, als das selbstvergessene und freie Spiel in der Kindheit. Kinder suchen intuitiv nach Erfahrungen, die ihre Hirnentwicklung wirklich voranbringen.
Spielen macht schlau, weil es die Freude an der Wiederholung des Gelernten fördert.
Circa 15.000 Stunden spielen Kinder schätzungsweise bis zu ihrem 6. Lebensjahr – also etwa 7 Stunden pro Tag. Man kann Kindern lange beim Spielen zusehen, ohne auch nur den Hauch einer Ahnung zu entwickeln, warum sie überhaupt spielen. Eine Tatsache drängt sich jedoch auch der ungeübtesten Beobachtungsweise auf: Glückliche Kinder spielen.

Mehr Freude am Lernen – So motivieren Sie Ihr Kind

Detlef Träbert Raum Dalberg noch 80 Plätze frei

Keine Lust aufs Üben und Vokabellernen, Trödeln bei den Hausaufgaben, Lernen auf Tests erst am letzten Tag (wenn überhaupt ...) – solche Klagen sind immer öfter von Eltern zu hören. Oft wird „Faulheit“ vermutet, und auch Lehrkräfte sagen nicht selten: „Er könnte, wenn er nur wollte.“ Doch wenn die Motivation fehlt, kann man nicht wollen.
Der Vortrag von Schulberater und Autor Detlef Träbert zeigt auf, was hinter „Null Bock“ steckt und wie Eltern die Anstrengungsbereitschaft ihrer Kinder stärken können. Außerdem vermittelt er jede Menge praktischer Tipps für bessere Motivation, die sofort umgesetzt werden können.

Vorträge um 14:00 Uhr

Kinder in der Pubertät – Loslassen und Halt geben

Achim Schad Cranach-Saal noch 120 Plätze frei

Viele Eltern erleben die Pubertät ihrer Kinder als mühsame oder schwierige Zeit. Was verändert sich beim Kind mit dem Eintritt in die "Pubertät"? Wie viel Verantwortung kann den Kindern und Jugendlichen übertragen werden? Wie sollte mit dem Thema "Schule" umgegangen werden? Welche Regeln des Zusammenlebens sind sinnvoll? Wie können Konflikte „entschärft“ werden? Der Vortrag vermittelt geeignete "Familienregeln" und Konfliktlösungsmöglichkeiten.

Jungen erziehen – eine Aufgabe für ganze Väter (und Mütter)

Andreas Purschke Tagungscenter noch 99 Plätze frei

Die Erziehung von Jungen und Mädchen ist nicht gleich. Die Unterschiede sind keine Katastrophe, sondern eine Bereicherung. Chancengleichheit ist immens wichtig und Jungen müssen anders gefördert werden als Mädchen. Eine große Rolle spielt dabei ein richtig gutes Vatervorbild. Der Vortrag zeigt auf, was Jungen wirklich brauchen.

Bindung und Bildung in den ersten Lebensjahren –
in und außerhalb der Familie

Dr. Julia Berkic Raum Dalberg noch 79 Plätze frei

Der Begriff der frühkindlichen Bildung ist in aller Munde – aber was bedeutet das überhaupt? Eltern wollen ihre Kinder bestmöglich fördern, aber was brauchen Kinder zum Lernen in den ersten Lebensjahren? Was sind die Grundlagen fürs Lernen und Entdecken? Der Vortrag zeigt auf, dass Bildung ohne Beziehung kaum möglich ist - sei es in der Familie, oder in außerfamiliären Kontexten. Durch den feinfühligen Umgang mit Babies und Kindern und das Bereitstellen altersangemessener (Beziehungs-)Angebote werden die kleinkindlichen Gehirne auf Lernen und Informationsverarbeitung vorbereitet und v.a. der Spaß an und die Neugier aufs Lernen gefördert. Frühkindliche Bildung ohne Beziehung bleibt dagegen weitgehend ohne Effekt.

 

Veranstaltungsflyer

Kinderbetreuung

Für Kinder ab 3 Jahren bieten wir auf Anfrage eine Kinderbetreuung an.

Wenden Sie sich bitte vorab an familienbildung@lra-ab.bayern.de.


Verpflegung

Für Getränke und Verpflegung ist gesorgt (kostenpflichtig).


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